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Der Maulwurf: Ein verkannter Freund des Gärtners

19.04.2017

Der Boden lebt! So mancher Gartenfreund hat dies schon auf besonders auffällige Weise erfahren: Innerhalb weniger Stunden türmen sich plötzlich schwarzbraune Erdhaufen auf dem wohlgepflegten Rasen. Verursacher ist der Maulwurf. Im zeitigen Frühjahr sind die Tiere besonders aktiv, denn nun erneuern sie ihre unterirdischen Gänge. Viele Gartenbesitzer greifen dann zu teilweise drastischen Mitteln, um den unerwünschten Bewohner zu vertreiben. “Dabei gehört der europäische Maulwurf nach den Bundesartenschutzverordnungen zu den besonders geschützten Tierarten und darf nicht verfolgt und getötet werden”, so der NABU Märkischer Kreis. Tatsächlich sei der Maulwurf für den Gärtner ausgesprochen nützlich. 

Der tag- und nachtaktive Maulwurf ist ein reiner ”Fleischfresser”. Er schädigt auch keine Pflanzen, indem er deren Wurzeln anknabbert, wie so mancher meint. Der bis zu 17 Zentimeter große, walzenförmige Einzelgänger lebt fast ausschließlich unterirdisch. Ein weit verzweigtes Röhrensystem mit einer Größe von 300 - 3000 Quadratmetern dient als Jagdrevier. Bei der Nahrungssuche hilft dem fast blinden Maulwurf ein hervorragender Tast- und Geruchssinn sowie ein ausgezeichnetes Gehör. So macht eine Insektenmade, die in einen Maulwurfsgang fällt, für ihn ein ‘lautes Geräusch‘. Wie eine schnelle U–Bahn ‘fährt‘ er dann durch seine Tunnel und frisst den Eindringling. Zum Speiseplan des Maulwurfs gehören eine Menge Tiere, die in Gartenbeeten mehr Schäden anrichten würden als dessen Wühlarbeit: Schnecken und -eier, Engerlinge und Insektenlarven. ”In einem Jahr vertilgt er bis zu 36 Kilogramm Kleinlebewesen”, so der NABU MK. Wühlmäuse vertreibt er aus seinem Revier. 

Der Maulwurf gräbt von seinem Hauptnest aus je nach Beutevorkommen ständig neue Röhren. In einer einzigen Nacht kann er Tunnel von fast 100 Meter Länge anlegen. Dabei setzt er seine Vorderbeine ein, die zu mächtigen Grabschaufeln umgewandelt sind. Mit den scharfen Krallen seiner fünf ‘Finger‘ kratzt er Erde auf und drückt sie dann mit den breiten Handflächen an den Röhrenwänden fest. Wenn sich die losgelöste Erde zu stark anhäuft gräbt das Tier einen Gang an die Oberfläche und befördert diese durch kräftige Stöße mit dem Kopf nach draußen. Die so entstehenden Maulwurfshügel dienen der Belüftung des Gangsystems. Deshalb nützt es wenig, so der NABU, diese flachzuklopfen – das Tier muss dann neue Hügel aufwerfen. Außerdem hilft die Wühlarbeit dem Gärtner das Erdreich aufzulo-ckern. Darüber hinaus wirken die unterirdischen Röhren auch als Drainagesystem.

Nicht zuletzt gilt die Erde von Maulwurfshügeln – pur oder mit etwas Kompost vermischt – als beste Erde für Blumenkästen und -töpfe. So meint der NABU, dass man dem kleinen, fleißigen Helfer den einen oder anderen Hügel auf der Wiese ruhig nachsehen sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich Regenwälder schützen?

19.04.2017

Jedes Jahr verschwindet eine Regenwaldfäche größer als die Schweiz, und jeden Tag werden bis zu 50 Arten für immer ausgerottet. Der Verlust dieses Lebensraumes verändert auch das Weltklima. Mit einfachen Mitteln können Sie helfen, den Regenwald zu schützen.

Einer der Hauptgründe für den Rückgang der Wälder ist die Gewinnung von Holz für die Papier- und Zellstoffproduktion. Durchschnittlich verbraucht jeder Deutsche im Jahr schätzungsweise mehr als 200 Kilogramm Papier. So können Sie Ihren Konsum einschränken:

  • Verwenden Sie Recycling-Papier. Gütesiegel wie der Blaue Engel helfen dabei, dieses zu erkennen.

  • Beschreiben Sie Papier beidseitig und nutzen Sie die Rückseite alter Kopien als Notizblätter.

  • Drucken Sie nicht mehr als nötig. Heutzutage lässt sich vieles digital speichern und verschicken.

Einer der Hauptgründe für den Rückgang der Wälder ist die Gewinnung von Holz für die Papier- und Zellstoffproduktion. Durchschnittlich verbraucht jeder Deutsche im Jahr schätzungsweise mehr als 200 Kilogramm Papier. So können Sie Ihren Konsum einschränken:

  • Verwenden Sie Recycling-Papier. Gütesiegel wie der Blaue Engel helfen dabei, dieses zu erkennen.

  • Beschreiben Sie Papier beidseitig und nutzen Sie die Rückseite alter Kopien als Notizblätter.

  • Drucken Sie nicht mehr als nötig. Heutzutage lässt sich vieles digital speichern und verschicken.

Meiden Sie Produkte, die Palmöl enthalten, beispielsweise Lebensmittel wie Margarine, sowie viele Kosmetika. Für Ölpalm-Plantagen werden vielerorts riesige Regenwaldflächen gerodet. Seit Ende 2014 müssen Hersteller in der EU Palmöl als Inhaltsstoff auf ihren Produkten namentlich kennzeichnen.

Achten Sie beim Holzkauf auf das FSC-Siegel, das nachhaltig produziertes Holz kennzeichnet.

  • Kaufen Sie Möbel aus heimischen Holzarten. Viele dieser Möbel sind so bearbeitet, dass sie ähnliche Eigenschaften wie solche aus Tropenholz aufweisen.

  • Grillkohle wird häufig aus Tropenholz hergestellt. FSC- oder Naturland-Siegel garantieren die Einhaltung sozialer und ökologischer Kriterien bei der Kohle- Herstellung. Es gibt alternativ auch Grillkohle aus Abfallprodukten, so stellt zum Beispiel die Firma OlioBric Briketts aus den Rückständen der Olivenölpressung her.

Weitere Tipps

Viele Gründe führen zur Abholzung der Regenwälder, sei es Landgewinnung für Plantagen und Ackerbau, die Ausbeutung von Bodenschätzen oder der Ausbau von Infrastrukturen. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten, mit denen man den Wald im Alltag schützen kann:

  • Reduzieren Sie Ihren Plastik- und Benzinverbrauch, um Erdölvorkommen in Regenwaldgebieten zu schonen. Auch für die Produktion von Biosprit muss oft Regenwald zugunsten von Plantagen weichen

  • Seltene Edelmetalle, die für die Herstellung vieler technischer Produkte unerlässlich sind, kommen meist nur in tropischen Wäldern vor. Nutzen Sie Ihr aktuelles Handy so lange, wie es funktioniert und schonen Sie so die Vorkommen seltener Erden in den Tropen. Indem Sie Ihr Handy an einer NABU-Sammelstelle abgeben, ermöglichen Sie deren Wiederverwertung. Mehr Infos unter www.nabu.de/handyrecycling

  • Kaufen Sie im Urlaub in tropischen Gebieten keine Tier- oder Pflanzenprodukte von bedrohten Arten. Mehr dazu unter www.zoll.de



Die Ringelnatter liebt das nasse Element

19.04.2017

Artikelbild

Ringelnatter

 

Wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen weiter steigen, verlassen auch viele Reptilien ihre Winterquartiere. Die wechselwarmen Echsen und Schlangen sind auf die warmen Außentemperaturen angewiesen. Im zeiti­gen Frühjahr werden auch die heimischen Ringelnattern munter. Der Naturschutzbund NABU emp­fiehlt deshalb in seinem Naturbeobachtungstipp für April, beim Frühjahrsspa­ziergang einmal aufmerksam auf die häufigste unserer Schlangenarten zu achten.

Die grau bis grau-grün gefärbten Schlangen erreichen eine maximale Länge von 1,5 Metern, sind aber in der Regel kleiner. Eindeutiges Erkennungs­merkmal sind zwei am Hinterkopf liegende weiße, gelbe oder orange Nacken- oder Mondflecken mit schwarzer Begrenzung. Den Winter verbrin­gen sie in einem Starrezustand in Höhlen und Unterschlupfen. Manchmal ruhen sie dort in Gesellschaft mit anderen Artgenossen.

Viele Menschen begegnen auch heute noch den Reptilien mit Unverständnis oder Abscheu. Doch keine Angst, Natrix natrix, so der wissenschaftliche Name, besitzt keine Giftzähne. Sie verschlingt ihre Beute. Auf ihrem Spei­seplan stehen Frösche, Kröten und Molche, die sie in ihrem feuchten Le­bensraum findet. Hin und wieder fängt sie auch mal eine Maus, Eidechse oder kleinen Fisch. “Ringelnattern bevorzugen keinen bestimmten Lebens­raumtyp. Ob Sumpfwiese oder Bruchwald, sie mögen es gerne vielfältig mit wechselnden Strukturen, wobei die Nähe zu einem Gewässer ein wichtiges Kriterium ist,” erklärt der NABU.

Um ihre Vorzugstemperatur von 34°C zu erreichen, sonnt sich die Ringelnat­ter längere Zeit an offenen trockenen Sonnenplätzen. Hier läßt sie sich gut beobachten, weil sie angestammte Plätze bevorzugt und immer wieder dort­hin zurückkehrt. Solche Plätze liegen manchmal auch an Wegrändern; glücklich können sich diejenigen schätzen, die sie sogar in ihrem Hausgar­ten entdecken. Nähert sich der Beobachter zu schnell ergreift sie die Flucht. Gelingt der Natter dies nicht, äußert sie ein lautes Zischen oder versucht den Verfolger mit einem stark riechenden Sekret abzuschrecken. Als letzte Möglichkeit stellt sie sich tot, lässt ihre Zunge heraushängen und verdreht eindrucksvoll die Pupillen.

Verbreitungsschwerpunkte der Ringelnatter in Nordrhein-Westfalen sind das Süderbergland und das Münsterland. “Obwohl die Ringelnatter nicht zuletzt wegen ihres großen Lebensraumspektrums die häufigste Schlangenart in NRW ist, ist die geschützte Art doch einigen Gefährdungen ausgesetzt. Die Umwandlung der natürlichen Lebensräume, der Straßenverkehr und die Vernichtung von Eiablageplätzen sind neben den natürlichen Feinden die Hauptbedrohungen,” weiß der NABU.

Beliebte Plätze, an denen die Ringelnattern ihre Eier ablegen, sind Haufen mit verrottendem Material, die aufgrund von Gährungswärme eine höhere Temperatur als die Umgebung haben. Einige Holzmehlhaufen von Sägemüh­len und vor allem Kompost- und Misthaufen erlangten auf diese Weise eine gewisse Berühmtheit als Vorzugsorte von Ringelnattern. Auch der Gärtner bekommt dann manchmal beim Umsetzen des Kompost- oder Dunghaufens die Schlangengelege zu Gesicht. “In einem solchen Fall sollte der Kompost vorsichtig zurückgeschichtet werden,” empfiehlt der NABU. Die 25-50 pergamentartigen Eier kleben meist aneinander. Nicht selten finden sich aber mehrere Weibchen an einem geeigneten Ort ein und legen die Eier in ein Gemeinschaftsgelege ab. Nach rund zwei Monaten schlüpfen die 15-20 Zentimeter langen Jungtiere.

Eine Weide für die Bienen - die Salweide

19.04.2017

Die Salweide, botanisch Salix caprea, hat ihre Blütezeit Mitte März bis Anfang April. Ihre wolligen Kätzchen verströmen einen honigartigen Duft und sind für die Bienen der erste große Pollenlieferant im Vorfrühling. Sie ist aber nicht nur ein Bienennährgehölz, als Pionierbesiedler und Haldenbegrüner ist sie oft das erste Holzgewächs auf Brachen, Halden und stillgelegten Gruben. "Die Salweide trägt dazu bei, diese Standorte für edellaubholzreiche Wälder vorzubereiten", erklärt der NABU MK.

Ihr natürliches Vorkommen liegt stets außerhalb von Flussauen und Sümpfen, ganz im Gegensatz zu ihren meisten Artgenossen wie Silber-Weide oder Bruch-Weide. Die Salweide bevorzugt frische, vollsonnige bis halbschattige Standorte in Misch- und Bergwäldern. "Sie ist in NRW weit verbreitet", berichtet der NABU.

Der schnellwüchsige Baum ist oft kurz- und schiefstämmig. Mehrere Stämme prägen das Erscheinungsbild des bis zu 10 Meter hohen Strauches. "Aufgrund ihres flachen Wurzelsystems ist die Salweide als Hangbefestigung und für ingenieurbiologische Maßnahmen geeignet", weiß der NABU. Aber auch als Windschutzhecke oder auf schwermetallverseuchten Böden lässt sie sich gut einsetzen.

Die länglich ovalen Blätter treiben erst nach der Blüte aus. Die Blattoberseite ist olivgrün, die Blattunterseite grau, samtig-weich behaart. Mit ihrer grauen Rinde und den wolligen Kätzchen bringt sie Abwechslung in einen naturnah gestalteten Garten.

 

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