Das im Laufe der Jahrmillionen eingespielte Gleichgewicht der Natur ist heute mehr als gefährdet. Die Zertsörung dieses Gleichgewichtes
wäre auch für den Menschen tödlich. Die einstmals unendlichen Reservois von Raum, Luft und Wasser mit ihrer Flora und Fauna können die Eingriffe des Menschen
schon längst nicht mehr ausgleichen.
Heute kann man gerade auf die Vernunft
und der Vorarbeit sowie den Erkenntnissen derer aufbauen, die eben seit Jahrzehnten auf die Lebensrechte unserer Mitgeschöpfe im Netzwerk unseres Lebens
hingewiesen haben.
Einer dieser Naturschutzorganisationen möchte sich hier vorstellen. Es ist der Naturschutzbund Deutschland. Der NABU besteht unter anderem Namen bereits seit 1899.
Er ist wegen ausschließlicher und unmittelbarer Förderung des Tier- und Naturschutzes als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. In vielen Städten
und Gemeinden und auch kleineren Orten gibt es Organisatoren und Ortsgruppen des NABU. Im Märkischen Kreis ist dies der NABU Märkischer Kreisverband e.V.
Die Tätigkeiten des NABU sind vielfältig.
Der NABU betreibt einen umfassenden Naturschutz. Hierzu gehören in erster Linie Schutz und Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanze als Teile
des Gesamtgefüges der Natur. Kernbereiche der Tätigkeit des NABU sind daher:
Schutz der letzten verbliebenen ursprünglichen Naturräume(Ökosysteme wie Wattenmeer und Alpen) und Lebensstätten(Biotope)
Ökologische Verbesserung der Lebensräume, die vom Menschen beeinträchtigt werden
Erhaltung einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt auch außerhalb von Schutzgebieten
Öffentlichkeitsarbeit und Erziehung zu naturschonendem Verhalten.
Umweltfreundliche Ausgestaltung anderer gestalterischer Bereiche wie Stadtplanung, Energie, Verkehr etc.
Schwerpunkte des Biotopschutzes sind u.a.:
Erhaltung und Gestaltung von Feuchtgebieten(Moore, nasse Wiesen, Teiche)
Erhaltung, Pflege und Neuschaffung von Hecken, Knicks, Feldgehölzen und Brachflächen
Erhaltung und Pflege von Altholzbeständen(Altholzinseln), Naturwaldzellen, Streuobstwiesen
Verbund naher Lebensräume über die gesamte Bundesrepublik. Dabei müssen auch Verkehrswege, Wohnbebauung
und Industrieanlagen, insbesondere in Ballunsgebieten, mit einbezogen werden.
Den Schutz dieser wertvollen Landschaftselemente erreicht der NABU durch
Biotopmanagement in Schutzgebieten(Landschaftsplanung, Gestaltung, Pflegemaßnahmen; Mittelbeschaffung, Öffentlichkeitsarbeit)
Ausweisungsanträge für neue Schutzgebiete
Erwerb und Pacht von schutzwürdigen Flächen
Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft mit dem Ziel einer schonenden bzw. einer naturnahen und standortgerechten Bewirtschaftung
von land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen
Der NABU entwickelt spezielle Artenschutzprogramme auf Bundes- und Landesebene für besonders gefährdete Arten, die in ihrem Bestand beeinträchtigt sind
(wie Birkhuhn, Kranich, Kornblume), aber auch für andere Arten (Uferschwalbe, Erdkröte usw.). Alljährlich bestimmt der NABU einen Vogel des Jahres. An ihm
soll exemplarisch die Gefährdung eines bestimmten Lebensraumes aufgezeigt werden. Weitere, heute besonders wichtig gewordene Tätigkeitsgebiete des NABU sind
der Schutz der Landschaft und Umwelt gegen übermäßige Nutzung, Schädigung und Zerstörung in allen Bereichen.
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